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Dein erstes RC-Rennen: Ablauf, Nennung, Checkliste

Von der Online-Nennung bis zum A-Finale: was an einem Renntag passiert, welche Pflichten du hast und was in die Tasche gehört.

Vorlauf Elektro-Offroad 5–7 min

Finale A, B, C

Pro Fahrer am Fahrerstand 0,80 m

Nach dem Lauf Einsetzen

Kurz gesagt

Ein RC-Rennen beginnt mit der Online-Nennung, meist über myrcm.ch. Am Renntag meldest du dich vor dem Training an, nimmst an der Fahrerbesprechung teil und fährst mehrere Vorläufe von rund 5 Minuten. Die Besten jeder Gruppe kommen ins A-Finale, die nächsten ins B- oder C-Finale. Nach deinem Lauf bist du Streckenposten für den nächsten – wer das auslässt, verliert laut DMC-Reglement eine Runde.

Wie meldest du dich zu einem Rennen an?

Gemeldet („genannt“) wird online. Bei den meisten Rennen in Deutschland läuft das über myrcm.ch; dort siehst du Termin, Klassen, Nennschluss und die bisherigen Nennungen. Mit einem kostenlosen Konto werden deine Kontakt-, Lizenz- und Fahrzeugdaten bei späteren Nennungen übernommen.

Wichtig nach DMC-Reglement:

  • Die Nennung ist verbindlich. Das Nenngeld gilt als „Reuegeld“ und wird nur erstattet, wenn der Ausrichter das Rennen absagt oder verlegt.
  • Du gibst mindestens zwei Sendefrequenzen an, bei 2,4-GHz-Anlagen den Vermerk „DSM“.
  • Nach dem Nennschluss kann der Ausrichter Nachmeldungen gegen eine Gebühr annehmen, wenn sie in der Ausschreibung steht.
  • Das Nenngeld liegt laut Reglement bei höchstens 30 € für ein Zwei-Tages-Rennen, Jugendliche zahlen höchstens 15 €.

Wie läuft ein Renntag ab?

ZeitpunktWas passiert
AnkunftPlatz im Fahrerlager suchen, beim Ausrichter anmelden (vor Trainingsbeginn)
Trainingfreies oder gruppenweises Training, oft schon mit Zeitnahme
Technische AbnahmeGewicht, Maße und Akku werden geprüft; die Messgeräte stehen schon im Training bereit
FahrerbesprechungGruppeneinteilung, Startprozedur, Finalmodus, Besonderheiten der Strecke
Vorläufemehrere Läufe pro Gruppe, gewertet wird der beste (bei mehr als drei die zwei besten)
FinaleA-, B-, C-Finale nach Platzierung; das A-Finale wird oft dreimal gefahren
Siegerehrungdanach Abbau

Wie lang die Läufe sind, hängt von der Sparte ab:

SparteVorlaufFinale
Elektro Offroad 1:105–7 min, mindestens 3 Vorläufe5–7 min (DM: 7 min), A-Finale dreimal
Elektro Glattbahnmindestens 4 Vorläufe (DM: 5), Wertung nach EFRA-PunktesystemA-, B-, C-Finale
Verbrenner Glattbahn4–10 min30–45 min (mit Sub- und Halbfinale)
Verbrenner Offroad 1:8höchstens 5 min, mindestens 4 Vorläufe20–40 min

Ein Sportkreislauf dauert ein oder zwei Tage, eine Deutsche Meisterschaft drei: Freitag Training, Samstag Vorläufe, Sonntag Finale.

Welche Pflichten hast du als Fahrer?

  • Einsetzen: Jeder Fahrer ist Helferposten für den nachfolgenden Lauf. Wer nicht erscheint, bekommt eine Runde Abzug; in den Verbrenner-Offroad-Klassen kann ein verpasster Posten im Finale sogar zur Disqualifikation führen.
  • Ausrüstung am Posten: festes Schuhwerk und Warnweste – Sandalen sind nicht erlaubt.
  • Handyverbot: an Strecke, Helferposten und Fahrerstand, sonst eine Runde Abzug. Rauchen ist dort ebenfalls verboten.
  • Fahrerstand: Dort stehen nur die Fahrer des laufenden Laufs.
  • Auf der Strecke: Liegengebliebene Autos werden dort wieder eingesetzt, wo sie die Piste verlassen haben; reparieren auf der Strecke ist verboten. In der Elektro-Offroad-Klasse kostet ein Frühstart 15 Sekunden.
  • Startnummern: mindestens drei pro Auto, schwarz auf weiß oder gelb, 40 mm hoch.

Achtung

Im DMC-Reglement verboten sind Traktions- und Lenkhilfen wie Gyros oder Beschleunigungssensoren mit Zugriff auf Lenkung, Gas oder Motor – Strafe ist ein Jahr Sperre. Auch Reifenhaftmittel sind grundsätzlich verboten, in der Elektro-Glattbahn sind geruchsfreie Reifenreiniger erlaubt.

Was gehört in die Tasche?

  • Auto, das der Klasse entspricht (Gewicht, Maße, Motor, Akku), plus Karosserie mit Startnummern
  • Fernsteuerung (2,4 GHz) und Ersatzbatterien
  • Transponder, eingebaut und getestet
  • Akkus und Ladegerät; LiPos nur mit Balancer und im LiPo-Sack laden – bei Elektro-Offroad Pflicht
  • Werkzeug, Ersatzteile (Querlenker, Lenkhebel, Ritzel, Hauptzahnrad), Reifen
  • Warnweste und feste Schuhe für den Streckenposten
  • Verlängerungskabel und Mehrfachstecker, Klapptisch, Stuhl, Pavillon für draußen
  • bei Verbrennern: Sprit (höchstens 16 % Nitromethan), Glühkerzen, Kerzenstecker

Häufige Fragen

Wie viele Fahrer starten in einem Lauf?

In der Regel zehn pro Finale, beim Sportkreislauf auch acht. Die Gruppengröße hängt von Streckenbreite, Fahrerstand und Zeitnahme ab.

Muss ich meine Fernsteuerung abgeben?

Früher wurden Sender eingesammelt, damit niemand auf derselben Frequenz einschaltet. Fahren alle oder die meisten mit 2,4 GHz, kann die Rennleitung darauf verzichten. In der Elektro-Glattbahn gibt es vor jedem Finallauf eine Frequenzkontrolle.

Was passiert, wenn mein Auto im Lauf kaputt geht?

Ein liegengebliebenes Auto wird dort wieder eingesetzt, wo es die Piste verlassen hat; reparieren darfst du auf der Strecke nicht. Gewertet wird nach gefahrenen Runden und Zeit.

Wie lange dauert die Ladezeit zwischen den Läufen?

In der Elektro-Offroad-Klasse schreibt das Reglement mindestens 40 Minuten zwischen den Läufen vor, gemessen ab dem Start des vorherigen Laufs. Plane genug Akkus ein, wenn die Läufe eng getaktet sind.